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descriptionLöwenzahnpollen
Vom Heuschnupfen bis zum Kontaktekzem – Allergien werden immer häufiger. Wieso überreagiert das Immunsystems gegen harmlose Stoffe?
descriptionFrau niest
Allergien können unterschiedlich schwere Symptome haben und sogar lebensbedrohlich sein. Daher muss der auslösenden Stoff eindeutig identifiziert werden.
descriptionImpfung in den Oberarm
Tabletten, Kortison oder Hyposensibilisierung? Die Therapieansätze bei Allergien sind vielfältig – genau wie ihre Auslöser. Je gezielter die Behandlung, desto besser.
descriptionFrau wäscht sich die Haare
Fenster zu, Straßenkleidung nicht ins Schlafzimmer und täglich Haare waschen – so gehen Sie Pollen aus dem Weg. Ähnliche Tipps gibt es für andere Allergien.
descriptionFrau benutzt Augentropfen
Pollenallergiker müssen Frühjahr und Sommer nicht in den eigenen vier Wänden verbringen. Mit den richtigen Vorkehrungen ist Sport und Spiel im Freien möglich.
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Die beste Prävention: Allergene meiden

Um den oft schweren Symptomen von Allergien vorzubeugen, sollte der Allergiker den Allergenen so weit wie möglich aus dem Weg gehen. Das ist bei manchen Auslösern relativ leicht möglich, wie zum Beispiel bei einer Insektengiftallergie. In anderen Fällen, etwa bei einer Pollenallergie, kann sich die Vermeidung ausgesprochen schwierig gestalten.

Im Überblick



So beugen Sie Heuschnupfen vor

Wer Heuschnupfen hat, reagiert allergisch auf Pflanzenpollen. Außer im Spätherbst sind hierzulande inzwischen fast immer fliegende Pollen unterwegs: So blüht die Haselnuss oft schon im Januar, die Erle folgt im Februar/März, und Anfang April beginnt die Birkenblüte. Von Mai bis Juli blühen Gräser und Getreide, die klassischen Heuschnupfen-Auslöser. Und bis in den September hinein sind wir den Kräuterpollen von Beifuß und Spitzwegerich ausgesetzt.

Eine einzelne Pflanze kann unglaublich viele Pollen produzieren: Eine Roggenähre allein mehr als vier Millionen, der Haselstrauch im Vorgarten ungefähr 600 Millionen Pollen. Deshalb ist es gerade im Sommer fast unmöglich, sich vor den Pollen zu schützen. 10 Pollenkörnchen reichen schon aus, damit die Nase läuft und die Augen jucken. Für Heuschnupfen-Geplagte heißt das eigentlich: zu Hause bleiben und Fenster zu.

Den Pollen aus dem Weg gehen

Natürlich kann niemand die gesamte Pollensaison lang zu Hause bleiben. Ob zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf oder mit dem Hund – wir müssen regelmäßig das Haus verlassen. Neben hilfreichen Medikamenten gibt es noch ein paar Tipps, wie Sie die Pollenflugzeit am besten überstehen:
  • Bleiben Sie im Haus, wenn der Pollenflug am stärksten ist: auf dem Land frühmorgens, in der Stadt abends.
  • Lüften Sie Ihre Wohnung immer nur kurz und nicht dann, wenn die Pollenkonzentration am höchsten ist.
  • Für Autos mit Klimaanlage gibt es Pollenfilter.
  • Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug in der Tageszeitung, per Telefon oder im Internet.
  • Ziehen Sie Ihre Straßenkleidung vor der Schlafzimmertür aus, denn sie ist voller Pollen.
  • Waschen Sie Ihr Haar möglichst täglich, denn auch dort sammelt sich Pollenstaub.

In den Ferien Urlaub vom Heuschnupfen machen

Besonders unangenehm ist es, wenn Sie der Heuschnupfen auch im Urlaub plagt. Mit den folgenden Tipps können Sie sich in Ihren Ferien besser vom Heuschnupfen erholen:
  • Reisen Sie während des schlimmsten Pollenflugs möglichst in eine pollenarme Klimazone.
  • Im Mittelmeerraum und auf den kanarischen Inseln gibt es fast keine, in Skandinavien hingegen extrem viele Birkenpollen.
  • Im Hochgebirge, oberhalb von 2.000 Metern, ist die Luft ab Juli praktisch pollenfrei.
  • Auf kleineren Inseln, die weit genug vom Festland entfernt sind, kommen auch bei kräftigem Wind kaum Pollen bei Ihnen an. Als pollenarm gelten die Nordseeküste sowie die portugiesische, spanische und französische Atlantikküste.
  • Vorsicht Kreuzallergie: Eschenpollenallergiker reagieren oft auch auf Olivenpollen (gesamter Mittelmeerraum), Beifußpollenallergiker auf das Kreuzkraut in Nordamerika.

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So vertreiben Sie Hausstaubmilben

Eine Allergie gegen Hausstaubmilben ist tückisch, denn keine Wohnung ist frei von Staub – und darin leben die Milben. Der Allergiker reagiert nicht auf die Staubteilchen, sondern auf den stark reizenden Milbenkot. Die Milben selbst sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Wem zu Hause immer die Augen tränen und die Nase läuft, der sollte sich unbedingt auf eine Milbenallergie testen lassen. Sind Sie milbenallergisch, sollten Sie Ihre Wohnung gründlich unter die Lupe nehmen und möglichst viele Staubquellen beseitigen.

Eine Vergleichsstudie hat zwar ergeben, dass die meisten Verfahren, die Anzahl der Hausstaubmilben zu reduzieren, nicht den erwünschten Effekt bringen.1 Dennoch kann man versuchen, die häusliche Umgebung so staubfrei wie möglich zu halten. Allerdings gehen die Ansichten auseinander, ob nun Teppichböden, die die Milben und ihren Kot bis zum Staubsaugen im Gewebe halten, oder sicher staubfrei gehaltene Hartböden besser sind. Auch das Einpacken der Matratzen und des Bettzeugs in spezielle milbendichte Bezüge ist nach dieser Studie nicht von Erfolg gekrönt und daher nicht notwendig. Fakt ist: Milben vertragen keine Kälte. Deshalb sollten Sie Ihr Bett nicht mit Tagesdecken abdecken und das fellige Kuscheltier sollte öfter mal eine Nacht im Kühlfach verbringen.
Tipps gegen Hausstaubmilben:
  • Verzichten Sie auf schwere Übergardinen. Nehmen Sie stattdessen lieber leichte, waschbare Vorhänge. Bevorzugen Sie waschbare Kissen und abwaschbare Sitzmöbel. Auch in offenen Regalen sammelt sich viel Staub, besser sind geschlossene Schränke.
  • Vor allem in Bettbezügen und Matratzen halten sich die Milben gerne auf. Kaufen Sie waschbare Betten und Kopfkissen. Kuscheltiere sind Stammplätze für Hausstaubmilben. Sie sollten deshalb regelmäßig gewaschen werden. Nicht waschbare Plüschtiere können Sie einmal monatlich in einer Plastiktüte für 24 Stunden in die Kühltruhe legen.

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So beugen Sie einer Nahrungsmittelallergie vor

Bei einer Nahrungsmittelallergie ist die Vorbeugung zugleich Therapie: Verzichten Sie auf die Nahrungsmittel, auf die Sie allergisch sind. Auf welche Lebensmittel Sie reagieren, finden Sie mit einer Ausschlussdiät heraus. Zu den häufigsten Nahrungsmittel-Allergenen zählen Milch, Eier, Soja, Haselnüsse, Weizenmehl und Zitrusfrüchte. Wenn Sie einen entsprechenden Verdacht haben, kann der Arzt diesen durch einen Hauttest und Blutuntersuchungen überprüfen. Einen allgemeingültigen Speiseplan für Allergiker gibt es nicht und strenge Ernährungsrichtlinien bergen langfristig die Gefahr einer Fehlernährung. Deshalb ist es wichtig, nur die Lebensmittel zu meiden, auf die Sie wirklich mit Beschwerden reagieren.

Achtung, Kreuzallergie!

Nahrungsmittel-Allergiker haben häufig eine Kreuzallergie. Außer auf Nahrungsmittel reagieren sie auch auf Pollen und umgekehrt, weil die Allergene sich stark ähneln. Die Beschwerden sind aber meist verschieden, je nachdem, ob das Allergen in der Luft oder im Essen steckt.

Echte Allergie oder Pseudoallergie

Neben den echten Nahrungsmittelallergien gibt es Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die nicht nach den bekannten Allergiemechanismen ablaufen. Dabei handelt sich um die sogenannten Pseudoallergien, deren Symptome allerdings denen der echten Allergie sehr ähnlich sind. Der Arzt unterscheidet echte Allergie und Pseudoallergie mithilfe der genannten diagnostischen Möglichkeiten und unter Umständen mit einer Provokationsdiät.
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So schützen Sie sich bei Latexallergie und Kontaktekzem

Beim Kontaktekzem ist es wie bei anderen Allergien auch: Die beste Art, der allergischen Reaktion vorzubeugen ist, das Allergen zu meiden. Dazu müssen Sie aber erst wissen, worauf Sie allergisch reagieren. Egal ob es Nickel, Kosmetika, Waschmittel, Textilien, Leder oder Putzmittel sind: Sie tun Ihrer Haut auf jeden Fall etwas Gutes, wenn Sie zur Körperpflege seifen- und duftstofffreie Produkte verwenden. Bei Kosmetika wie Deodorants, Lotionen, Cremes oder Make-Up sollten Sie darauf achten, ob sie reizende Inhaltsstoffe wie Tenside, Alkohole, Formaldehyd, mineralische Öle wie Paraffin, Phthalate, Lanolin oder Moschusverbindungen enthalten. Auch Naturkosmetik kann problematisch sein: Die enthaltenen ätherischen Öle und Pflanzenextrakte können ebenfalls eine Allergie verursachen.

Hautschutz Tag für Tag – so geht’s

Belasten Sie Ihre Haut nicht unnötig: Tragen Sie beim Hausputz unbedingt latexfreie Gummihandschuhe, bei einer Allergie gegen weitere Gummiinhaltsstoffe Einmalhandschuhe aus Plastikfolie. Verzichten Sie auf aggressive Putz- und Scheuermittel sowie auf Desinfektion im Haushalt. Cremen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit einer hautverträglichen rückfettenden Creme ein.

Latexallergie auf dem Vormarsch

Die Anzahl der Latexallergiker hat in den letzten Jahren besonders in medizinischen Berufen zugenommen. Etwa 17 Prozent aller Ärzte und Schwestern reagieren inzwischen allergisch auf die gummiartige Substanz. Aber die Latexallergie ist nicht nur in Praxen und Kliniken ein Problem. Außer in Gummihandschuhen, Pflastern oder Beatmungsbeuteln ist Latex auch in Luftballons, Kondomen und Gummibändern enthalten. An der Haut wird eine Latexallergie als Kontaktekzem sichtbar. Oft kommen später aber auch allergische Reaktionen wie Fließschnupfen, Bindehautentzündung oder Asthma dazu.

Auch in der Arztpraxis lauern Gefahren bei Latexallergie

Machen Sie Ihren Arzt unbedingt darauf aufmerksam, wenn Sie unter einer schweren Latexallergie leiden. Er wird dann latexfreie Instrumente und Materialen verwenden. Haben Sie trotzdem Beschwerden in der Arztpraxis, reagieren Sie wahrscheinlich auch auf die Puderteilchen von Latexhandschuhen in der Luft.

Latexallergiker leiden außerdem oft unter einer Kreuzallergie. Besonders Obstsorten wie Kiwi, Banane, Avocado und Pfirsich lösen Beschwerden aus. Schuld daran ist die ähnliche Allergenstruktur von Obst und Latex. Die Kreuzallergie macht sich meist mit Kribbeln und Kratzen im Hals bemerkbar, manchmal treten Magenbeschwerden auf. Ein ähnliches Allergen wurde außerdem in der Birkenfeige, dem Ficus benjamini, nachgewiesen.
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Frau wäscht sich die Haare
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Pollenfänger: Waschen Sie Ihr Haar am besten täglich vor dem Schlafengehen. So nehmen Sie den Blütenstaub nicht mit ins Bett und können besser schlafen.
Oliven am Baum
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Pollenalarm am Mittelmeer: Normalerweise bereitet unbekannte Vegetation dem Immunsystem keine Probleme. Da aber die Pollen des Olivenbaums denen der Esche ähneln, sollten Eschenpollenallergiker den Mittelmeerraum in der Olivenpollensaison meiden.
Zwei Teddybären hängen an der Wäscheleine
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Nicht nur kuschelig: Plüschtiere beherbergen in der Regel viele Hausstaubmilben. Allergiker sollten sie deshalb regelmäßig waschen.
Glas Milch
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Verzicht als Therapie: Bei einer Nahrungsmittelallergie – zum Beispiel auf Milch – sollten Sie das entsprechende Lebensmittel meiden. In vielen Fällen gibt es allergenfreie Alternativen.
Gummihandschuhe
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Problem Latex: Die Latexallergie ist vor allem in Praxen und Kliniken ein Problem. Gummihandschuhe, aber auch viele andere medizinische Gebrauchsgegenstände enthalten das Allergen.